
Wir haben die Genehmigung, gynäkologische Karzinome mit Medikamenten zu behandeln. Egal, ob Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterhalskrebs oder Endometriumkarzinom, eine Krebsdiagnose zu erhalten, ist zunächst ein Schock. Anfangs fühlt man eine komplette Leere, vielleicht auch Wut, dann prasseln tausend Fragen auf einen ein. Wir oder auch eine Selbsthilfegruppe können in dieser frühen Phase helfen, die Dinge zu sortieren. Sie müssen dabei nicht Patientin in unserer Praxis sein, um eine Beratung oder Zweitmeinung in Anspruch zu nehmen.
Nach dem Verdacht kommt die Diagnose. Steht der Verdacht auf ein Krebsleiden im Raum, wird man eine Probe entnehmen; der Pathologe wird schießlich die Diagnose bestätigen oder widerlegen. Handelt es sich nun mit Sicherheit um eine bösartige Erkrankung, müssen noch Zusatzuntersuchungen erfolgen. Der Pathologe wird weitere Tests durchführen, um die Biologie des Tumors zu beschreiben: Ist er schnellwachsend? Reagiert er auf Hormone? Würde eine Antikörperbehandlung oder eine Immuntherapie greifen? Mitunter werden auch Ihnen weitere Untersuchungen wie ein CT oder eine Knochenszintigrafie empfohlen. All diese Ergebnisse entscheiden über die Behandlung, die wir Ihnen empfehlen werden. Da dieses Gespräch sehr viele Informationen enthalten wird, bringen Sie am besten eine Vertrauensperson mit – vier Ohren hören mehr als zwei.
Selbst wenn eine Chemotherapie angeraten wird, ist das heutzutage durchzustehen. Wir erklären Ihnen den Ablauf, die Verhaltensmaßnahmen und alles andere ganz genau. Übelkeit und Erbrechen zum Beispiel sehen wir dank der Begleitmedikamente nur noch sehr selten.
Aber wo kann man im Burgenlandkreis nun eine ambulante Chemotherapie erhalten? Wenn es um einen gynäkologischen Tumor geht, dann natürlich bei uns! Wir haben im ruhigeren, hinteren Bereich unserer Frauenarztpraxis einen kleinen Therapieraum mit modernster Technik. Maximal drei Patientinnen bekommen gleichzeitig ihre Behandlung in den gemütlichen Therapiestühlen, die sich auch in die Liegeposition verstellen lassen.
Bei einer erweiterten endokrinen Therapie z.B. mit Abemaciclib (Verzenios(R)), Ribociclib (Kisqali(R)), Fulvestrant und anderen Behandlungen, die nicht intravenös über einen Tropf gegeben werden, sondern als Tablette oder Spritze, sind Sie ebenfalls richtig in unserer Praxis.
Diejenigen, die ihre ambulante Krebstherapie schon bei uns absolviert haben, haben sich bei uns wohl gefühlt. Steht auch bei Ihnen eine zytostatische Behandlung an, Sie sind herzlich eingeladen, auf ein Gespräch und eine Praxisführung vorbei zu kommen.
Sollten Sie in einer anderen Frauenarztpraxis Patientin sein, dann müssen Sie selbstverständlich nicht komplett zu uns wechseln. Sie bringen bitte eine
Überweisung für die Krebsbehandlung mit und bleiben ansonsten für die Routineversorgung bei Ihrem Gynäkologen.
Auch wenn Sie den ersten Teil Ihrer Krebsbehandlung in einer Klinik absolviert haben, können Sie für die nächste ambulante Therapie problemlos zu uns wechseln.
